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Arbeitsbedingungen an den Universitäten - ver.di kritisiert Bericht …

Arbeitsbedingungen an den Universitäten - ver.di kritisiert Bericht der Arbeitsgruppe

In die Diskussion um die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Mittelbau und den nichtwissenschaftlichen Bereich an den Universitäten in Baden-Württemberg kommt neuer Schwung. Der Bericht der Arbeitsgruppe liegt inzwischen vor und Wissenschaftsministerin Bauer bezeichnet reguläre Beschäftigungsverhältnisse als „zubetonierte Personalstruktur“. Dafür hat ver.di kein Verständnis.

„Die Landesregierung ist mit dem erklärten Ziel angetreten, ein Musterland für gute Arbeit zu sein“, so Hanna Binder, zuständige Fachbereichsleiterin bei ver.di Baden-Württemberg: „Dazu passt dieses Vokabular überhaupt nicht.“

Dass die Ministerin anfügt, die fieberhafte Erhöhung befristeter Verträge sei ebenfalls schädlich, vermag das dahinter stehende Verständnis kaum zu überdecken, so Binder weiter.

ver.di lehnt den Vorschlag der Arbeitsgruppe, die Möglichkeit sachgrundloser Befristungen sogar noch auszuweiten, ab: Bis zu fünf Jahre sollen künftig möglich sein.

Mit jeder Erleichterung sachgrundloser Befristungsmöglichkeiten wird auch die Zahl der befristeten Stellen steigen.

Das Ziel, der Wissenschaft und ihren Beschäftigten gute Voraussetzungen für exzellente Forschung zu schaffen, kann vor allem durch eine verbesserte Personalentwicklungsplanung erreicht werden, aber auch durch die Möglichkeit, unbefristete Beschäftigung zu erlauben, falls dauerhaft Mittel zur Verfügung stehen, aber keine Haushaltsstellen vorhanden sind.

Binder: „Gefragt ist das Land natürlich hinsichtlich der finanziellen Basis: Der Lösungsvorschlag der Arbeitsgruppe, für Daueraufgaben Dauerstellen bereit zu stellen,– insbesondere auch bei wissenschafts-unterstützenden Aufgaben, geht in die richtige Richtung.“

Hier finden sich der vollständige Bericht und die Pressemitteilung des MWK zum Papier der Arbeitsgruppe.

Pressekontakt: Hanna Binder 0151 12071303