Nachrichten

Gute Unis brauchen gute Arbeitsbedingungen

ver.di zum Aktionstag der Hochschulen

Es bedarf für gute Forschung und Lehre zwingend gute Arbeitsbedingungen. Denn wenn an den Universitäten endlich gute Arbeit verwirklicht wird, profitieren alle: Beschäftigte, Studierende und auch die Forschung.

Landesfachbereichsleiterin Bildung, Wissenschaft und Forschung Hanna Binder

ver.di Baden-Württemberg unterstützt die Forderung der Hochschulen nach einer besseren Finanzierung, nicht aber alle Ziele.

Es bedarf für gute Forschung und Lehre zwingend gute Arbeitsbedingungen. Denn wenn an den Universitäten endlich gute Arbeit verwirklicht wird, profitieren alle: Beschäftigte, Studierende und auch die Forschung.

Es darf deshalb keine weitere Kapitalisierung zu Lasten der Beschäftigten geben. Die Beschäftigten haben in der Vergangenheit alle zusätzlichen Aufgaben mit erledigt, ohne die in den Stellenplänen der Landesregierung vorgesehene Unterstützung durch neue Kolleginnen und Kollegen zu erhalten und ohne hierfür entlohnt zu werden. Im Gegenteil, viele Einkommen sind stagniert.

ver.di fordert, dass Stellenpläne künftig ausgeschöpft werden. Haushaltsrecht darf nicht mehr über dem Tarifrecht stehen. Wenn Aufgabenzuwächse bei den Beschäftigten der Hochschulen Tätigkeiten und Eingruppierungen verändern, muss sich das auch in der Bezahlung der Beschäftigten bemerkbar machen.


Schlechte Arbeit an den Universitäten macht ver.di vor allem an den Befristungen fest: Für Daueraufgaben muss es endlich Dauerstellen geben, selbst hier gibt es durch nichts zu begründende sachgrundlose Befristungen.

Befristete Arbeit ist nie gute Arbeit, wenn es keinen nachvollziehbaren Grund für die Befristung gibt. Die Beschäftigten der Hochschulen erwarten, dass die Beendung des Befristungswahns im öffentlichen Dienst, den die grün-rote Landesregierung sich zu Recht als ehrgeiziges Ziel gesetzt hat, an den Universitäten nicht vorbei geht und eine gute Wissenschaft gibt es nicht umsonst.

Die ver.di Forderungen für ein gutes Studium, gute Arbeit und mehr öffentliche Verantwortung:

  • Kein Abwälzen von Regelaufgaben auf studentische Hilfskräfte.
  • Keine weitere Kapitalisierung zu Lasten der Beschäftigten - Stellenpläne ausschöpfen.
  • Dauerstellen für Daueraufgaben.
  • Mindeststandards bei Befristungen - nicht unter 12 Monaten, nicht kürzer als das zugrunde liegende Projekt.
  • Aufgabengerechte Entlohnung für alle—auch im wissenschaftsunterstützenden Bereich.
  • Hochschulen müssen die berufliche Entwicklung aller Beschäftigten unterstützen.
  • Der Anteil der Grundmittel muss wieder steigen.
  • Aufhebung des Kooperationsverbotes zwischen Bund und Ländern
  • Eine solide Finanzbasis braucht ein gerechtes Steuersystem - auch für die Hochschulpolitik.

Die vollständige Stellungnahme und das Flugblatt stehen auf dieser Seite zum Download bereit.